Das Spülmittel-Kartell.

Es existiert, da bin ich mir sicher.

Kauft mal Spülmittelpulver bei dm, Aldi oder Kaufland.

Kostet überall 2,85 € für 1,8 KG.

Das soll Wettbewerb sein?

Ich glaube, ich muss meinen Anwalt anrufen! not.

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Disco.

Ja, so nannte man das damals. Disco.

Eine analoge Jugend gehabt zu haben, schätze ich im heutigen, digitalen Wahn sehr. Und so war man als Diskjockey auch noch Handwerker.

Man stand in der verrauchten Discothek, die Licht- und Soundeffekte waren eher spärlich, aber das war damals auch noch kein großes Manko. Man hantierte mit 1210er Plattenspielern von Technics, deren Produktion 2010 eingestellt wurde.

Platten wurden in großen, unhandlichen Koffern transportiert. Wer damals mobiler DJ war, musste sich schon im Vorfeld genaue Gedanken machen, welche Werke er an diesem Abend präsentieren mochte.

Eine gelungene Clubnacht hing also an genau dieser Vorbereitung. Selektion war das Zauberwort, auch am Abend selbst.

Was spiele ich als nächstes?

Bereits in den ersten Tagen von Disco hatte man die Möglichkeit, Maxiversionen von Songs zu spielen um nicht in die Bedrängnis zu kommen, dass man kein nächstes Stück auf dem anderen Teller liegen hat.

Obwohl der Sinn der Existenz von Maxi-Singles natürlich darin liegt, dem DJ das Mixen zu erleichtern.

Wenn dann noch Discobesucher den DJ mit persönlichen Tipps und/oder Wünschen bedrängten, wurde die Auswahl der nächsten Scheibe manchmal zu einer stressigen Angelegenheit. Anders als heute, wo der nächste Track auf dem Laptop vorgeschlagen wird und im Notfall sogar selbst startet, wenn der DJ mal wieder auf der Toilette ist.

Auch dieser Ausflug war früher nur während besonders langen Maxi-Versionen möglich. Ich denke da an Gloria Gaynor’s „I will survive“, oder die fast 15-Min. lange Version „Rappers Delight“ der Sugarhill Gang.

Die Stimmung war eine andere.

Gehe ich heute in einen Club, dann führt mich der Weg auch immer zum DJ. Fast immer steht da ein junger Mann mit seinem Laptop und spielt seine Tracks in einem technisch perfekten Mix ab. Das fühlt sich dann doch ziemlich kühl an.

Kaum einer, der von mir beobachteten DJs ändert irgendwas an seiner Playlist, ändert sich mal die Stimmung im Club.

In Zeiten der Disco wurde ein Track auch schon mal abgebrochen, wenn er nicht funktioniert hat. Da wurde auch mal eine Ansage ins Mikro gesprochen. Zugegeben, ich war da auch nie ein Freund von. Aber eine coole, englische Ansage brachte etwas menschliches Wärme in den Raum.

Technisch perfekt, menschlich kalt?

Die lächerlichste Beobachtung machte ich mal in einem Club in Bamberg. Dort stand der DJ auch hinter zwei Turntables und hantierte mit den Vinyls herum. Irgendwann fiel mir aber auf, dass der Mix weiterging, obwohl keine Platte mehr auf den Tellern lag.

Und seinen Mix zuhause vorzubereiten um dann nur so zu tun, als würde man mixen, ist eine Beleidigung für jeden DJ, der sein Handwerk noch richtig lernt.

Ein lahmes Abspielen von zufällig ausgewählten Tracks in einem Endlosmix ist aber auf Dauer auch für die Gäste nichts besonderes. Für einen richtigen Handwerker-DJ ist das auch keine Herausforderung und hinterlässt einen kalten, mechanischen Touch.

Wer als DJ auch menschlich beeindrucken möchte, muss sich auch auf sein Publikum einlassen und mit diesem kommunizieren können.

Kein Wunsch mehr offen?

Als DJ hatte man früher nur eine geringe Auswahl an Plattenläden und Mailorder-Versendern, wo man sein Futter her bekam. Mitunter war man einen Tag unterwegs um an neue Scheiben zu kommen, hatte so auch soziale Kontakte zu anderen DJs und Musikfreaks.

Mit dem Internet wurde alles einfacher. Jeder verloren geglaubte Track wurde wieder gefunden, die Festplatten quellen über mit MP3s, die man sowieso nie mehr alle anhören kann. Hinzu kommt, dass man das meist alleine im Kämmerchen macht und so auch die Kontakte zu anderen fehlen.

Der Mensch – auch der DJ – ist ein Jäger und Sammler. Wenn er nichts mehr zu Jagen und Sammeln hat, wird es ihm langweilig.

Hoffentlich gibt es auch in der Zukunft für junge Leute einen Anreiz DJ zu werden. Und hoffentlich wird das DJing wieder ein bisschen mehr zum Handwerk.

 

Gedanken verschoben.

Und auf ewig kreisen die Gedanken. Wieso ist meine Laune heute nicht so ekstatisch wie gestern. Und wie übergestern?

Immer diese Fragen in meinem Schädel. Könnte ich doch bloß aufhören, sie zu stellen. „Sie zustellen?“ , fragte ich den Paketmann. Aber ich bekam keine Antwort, denn er existierte nur in meinem Kopf.

Gut, die Pillen, sie helfen. Doch mein Ich können sie nicht so formen, wie ich es gerne hätte. Formen. For Men? Is this a mans World?

Möchte mich nicht anstrengen müssen um zu funktionieren. Wieso kann ich nicht einfach so mitspielen, ohne Gedankengänge und Stränge?

Doch die Gedanken sind verschoben. Auf die andere Seite ge-tab-ed vom Leben.

Komme trotzdem gut zurecht. Mehr Euphorie täte gut. Und weniger Wut und mehr Mut. Dann, ja dann – wäre alles gut.

Kein Bock.

Schon wieder kein Bock.

Kein Verständnis. Keinen Verstand.
Leere Blicke überall.
Fassade. Klarheit fehlt. Das Gehirn wandelt im grau.
Endlos.
Kein Bock auf kein Bock.
Trotzdem.
Sprachblockiert. Gedankenkarussell.
Gefesselt von einem Gedanken. Immer wieder.
Möchte strahlen, tanzen und dabei sein.
Kann dabei aber nur sein.

Die Farbpatronen der Seele sind leer.

Gedankenstau. Bitte entfernen Sie das leere Gehirn.
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